Allgemeine Tipps

Grundsätzliches zu Teilnahmeverfahren

Fördermöglichkeiten bei der Europäischen Union gibt es viele und für die verschiedensten Zielgruppen, seien es private Bürger, Gemeinden, Unternehmen, Forscher und Institute oder Nichtregierungsorganisationen.

Fast allen EU-Programmen ist gemein, dass Projekte in Partnerschaft mit Einrichtungen aus anderen Ländern durchgeführt werden müssen.

Unser Tipp!

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt bietet ein Internetportal, dass sowohl Jugendliche, Kinder und Erwachsene in die EU-Förderthematik einführt. Klicken Sie hier.externer Link

Ebenso unterliegt die Teilnahme an den meisten Programmen öffentlichen Ausschreibungen, die von der Europäischen Kommission in Brüssel veröffentlicht werden. In den Ausschreibungen wird detailliert festgelegt, bis wann man sich bewerben muss, welche Art von Projekten gefördert wird und wer sich bewerben kann. Zusammen mit der Ausschreibung veröffentlicht die Kommission in der Regel einen Leitfaden für Antragsteller.

Oft und insbesondere im Bildungs- und Kulturbereich besteht eine sogenannte "nationale Agentur" in Deutschland, die umfassend über das Programm informiert, bei der Partnersuche hilft und bei der Antragstellung berät.

Anträge werden in der Regel bei der Europäischen Kommission eingereicht, in manchen Fällen sind sie jedoch an die nationale Agentur zu richten.

Unser Tipp!

Aktuellen Überblick über die Regelungen und Förderprogramme erhalten Sie in dem beiliegendem Prospekt der EU Kommission.

zum Seitenanfang

Überblick

PDF-Datei Überblick_neue_Regeln_und_Fonds_2007
(Download als PDF-Datei, Größe: ca. 1310 KB)

zum Seitenanfang

Und hier unsere Tipps

Extratipp: Logischer Rahmen

Besonders wichtig ist, dass die vorgesehenen Maßnahmen eines Projektes tatsächlich zu den vorgegebenen Zielen führen. Dies muss dargelegt werden. Bei großen Projekten sollte man einen sogenannten "logischen Rahmen" benutzen - eine Methode, die systematisch den Zusammenhang zwischen Projektziel, vorgesehenen Projektmaßnahmen und erwarteten Ergebnissen aufzeigt.

Mit einem logischen Rahmen lassen sich oft Fehler in der Projektplanung aufdecken, die Ihnen nicht bewusst waren. Für das Life-Naturprogramm zum Beispiel stellt die Europäische Kommission Antragstellern einen solchen logischen Rahmen zur Verfügunginterner Link. Er mag Ihnen auch bei Projektvorschlägen in anderen Programmbereichen von Hilfe sein. Erkundigen Sie sich aber, ob für das Programm Ihres Interesses ein logischer Rahmen existiert.

Tipp 1: Bewerbungskriterien genauestens einhalten

Halten Sie unbedingt die Bewerbungskriterien ein. Meistens veröffentlicht die Kommission einen "Leitfaden für Antragsteller". Es bedarf ein wenig Geduld, ihn zu studieren, aber genau das sollte man machen. Die Europäische Kommission achtet sehr genau auf die pünktliche Einreichung zum festgelegten Stichdatum, sowie auf alle anderen vorgegebenen Kriterien.

zum Seitenanfang

Tipp 2: Das Projekt klar strukturieren

Das klingt selbstverständlich. Tatsächlich aber wird eine große Zahl von Projekten abgelehnt, weil sie nicht genügend ausgearbeitet sind. Immer gilt: Eine gute Bewerbung auf Papier zu bringen braucht Zeit und Mühe. Lieber warten und erst bei der nächsten Ausschreibung mitmachen, als eine nicht ausgereifte Projektvorstellung einzureichen, die mit größter Wahrscheinlichkeit abgelehnt wird.

zum Seitenanfang

Tipp 3: Nicht abschrecken lassen

Lassen Sie sich durch die oben stehenden Anmerkungen nicht von einer Bewerbung abschrecken. Erstens gibt es auch Programme, wie die Jugend- und Bildungsprogramme, bei denen sich Jugendliche, Auszubildende oder Studenten zum Beispiel nicht in Brüssel bewerben müssen. Zweitens bedeutet die strikte Einhaltung der Kriterien und der damit einhergehende Vorbereitungsaufwand erfahrungsgemäß auch, dass man sein eigenes Projekt klarer sieht und besser strukturieren kann. Das Ganze ist also eine sinnvolle Übung.

Des Weiteren gibt es Programme, bei denen wenige Anträge eingehen. Aus den neuen Bundesländern erhält die Kommission zudem unterdurchschnittlich wenig Bewerbungen. Das muss sich ändern und das bedeutet vor allem auch, dass diejenigen, die sich bewerben, erhöhte Chancen auf Annahme haben, da die EU auf eine regional ausgewogene Programmteilnahme Wert legt und legen muss.

zum Seitenanfang

Tipp 4: Nationale Agenturen kontaktieren

Für viele Programme gibt es eine nationale Agentur, die in Deutschland Informationen zu dem jeweiligen Programm bereitstellt und Antragsteller berät. Kontaktieren Sie unbedingt die nationale Agentur - oft wird sie Ihnen beim Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen helfen und auf eventuelle Fehler hinweisen.

zum Seitenanfang

Tipp 5: Europäische Dimension

EU-geförderte Projekte müssen sich durch eine "Europäische Dimension" auszeichnen. Damit ist grundsätzlich gemeint, dass ein Projekt durch Zusammenarbeit zum Austausch von Menschen oder Erfahrungen über Grenzen hinweg beiträgt. Das wird meist schon mit der Voraussetzung garantiert, dass Sie Ihr Projekt mit Partnereinrichtungen aus anderen Ländern gestalten und durchführen müssen. Achten Sie dennoch darauf, immer die Europäische Dimension im Auge zu behalten und in Ihrem Antrag genau darauf einzugehen, welchen europäischen Mehrwert Ihr Projekt erbringen wird.

zum Seitenanfang

Tipp 6: Die richtigen Partner finden

Für die meisten EU-Programme gilt, dass sie zusammen und grenzübergreifend mit Partnern bzw. Partnerorganisationen aus anderen Ländern Europas durchgeführt werden müssen. Partnersuche ist also ein Muss. Viele EU-Programme haben einen Partnersuchservice, den man unbedingt nutzen sollte. Der Service besteht oft aus einer Datenbank, die man über das Internet konsultieren kann. In anderen Fällen ist er personalisierter: Wo es nationale Agenturen für ein Programm gibt, sind diese meist bei der Partnersuche behilflich.

Auf Partnersuchfunktionen wird in den jeweiligen Programmabschnitten hingewiesen. Für einen Schnellzugriff gehen Sie im Programmabschnitt Ihres Interesses in die Rubrik "Ansprechpartner, Adressen und Links".

Ganz wichtig: Man muss nicht jedes Projekt federführend gestalten: Man kann einem Projekt beitreten, ohne die gesamte Organisation auf sich zu nehmen: Ein guter Weg um die ersten Schritte auf "europäischem Parkett" zu tun und Projekterfahrung zu sammeln.

zum Seitenanfang

Tipp 7: Vergangene Projekte ansehen

Die allermeisten Programme stellen eine Website mit Listen in der Vergangenheit geförderter Projekte zur Verfügung. Einsicht in diese Liste vermittelt einen guten Überblick darüber, welche Art von Projekten machbar sind und gute Chancen auf Auswahl haben. Sie sind aber auch wertvoll, um an Partner heranzukommen oder schlicht mit Leuten Kontakt aufzunehmen, die sich im Bereich Ihres Interesses auskennen. Das ist nicht nur hilfreich, um Kontakte für spätere Zusammenarbeit zu knüpfen, sondern auch um ein paar Erfahrungstipps bezüglich seiner eigenen Bewerbung zu bekommen: Niemand kann Ihnen besser erklären, worauf es bei der Bewerbung zu achten gilt, als jemand, der die Prozedur schon einmal erfolgreich hinter sich gebracht hat.

zum Seitenanfang

Tipp 8: An die finanzielle Eigenbeteiligung denken

Wenige EU-Fördermittel werden Ihr Projekt zu hundert Prozent finanzieren. In der Regel wird von den durchführenden Organisationen und Antragstellern eine Eigenbeteiligung verlangt. Sie kann immerhin bei 50% liegen. Andere Programme sehen nur Zuschüsse für bestimmte Aktivitäten vor.


Soweit unsere allgemeinen Tipps.

zum Seitenanfang

Inhalt, Design und Realisierung:
Falling Apples